Ortschronisten
Historisches und Vergangenes seit der Besiedelung unseres Ortes 1188 festzuhalten und den Nachkommen zu überliefern, soll die Aufgabe der Ortschronisten sein.
Die Ortschronisten sammeln und bewahren Dokumente von Dreiseitenhöfen mit Land der Größe von einer Hufe, von Bauernhöfen und Handwerksbetrieben, wie sie Jahrhunderte betrieben wurden. Es gilt, Erinnerungen festzuhalten an eine Zeit, wo sich die Wasserräder in den zwei Mühlen noch drehten, wo der Dorfschmied den Hammer auf dem Amboss schwang und den Pferden die Hufeisen eingebrannt wurden, es bei drei Bäckern jeden Tag nach frischem Brot roch. Zeiten, da sich beim Schuhmachermeister Unger oft Bürger zu einem kleinen Schwätzchen trafen, wobei er Schuhe reparierte, wir noch eine Dorfschule besaßen und die Kinder zu Fuß in die Schule gingen.
Fünf Ziegeleien im Ort stellten Ziegel her, um Häuser im Ort und in Freiberg und Umgebung zu bauen.
Von 1555 – 1572 war Ulrich von Mordeisen Rittergutsbesitzer und bei drei Kurfürsten Kanzler in Dresden. So verkehrten viele hohe Würdenträger hier auf dem Rittergut. Bei der Ausarbeitung der Passauer Verträge von 1552 hatte er großen Anteil.
In der Zeit von 1582 bis 30.05.1899 wurden sechs Bergwerke betrieben.
Bilderausstellungen zum alljährlich stattfindenden Kleinwaltersdorfer Altweibersommer zeigen ehemalige Handwerksbetriebe, frühere Schulklassenfotos und historische Bilder aus vergangenen Zeiten und halten den Ort für alle Bürger interessant.
Walter Hänig